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Faschisten

Ursprünglich die Bezeichnung für die italienischen Rechtsradikalen unter Benito Mussolini, die 1922 in Italien die Macht übernommen hatten. Die deutschen Nationalsozialisten unter Adolf Hitler nahmen sich die Faschisten zum Vorbild. Manchmal werden alle europäischen Rechtsradikalen der Zeit bis 1945 als Faschisten bezeichnet. In der Sowjetunion war es üblich, die deutschen Nationalsozialisten Faschisten zu nennen.

Feudalismus (auch: Lehnswesen)

Feudalismus ist eine Bezeichnung für die Gesellschaftsordnung des Mittelalters und der Frühen Neuzeit, auch 'Lehnswesen' genannt. 'Feudeum' bedeutet im Lateinischen 'Gut' oder 'Eigentum'.

Eigentlich gehörte damals alles Land dem König. Weil er es aber unmöglich alleine bestellen konnte, verlieh er das Land – als ein sogenanntes Lehen.

Für ein solches Lehen forderte der König einen Treueschwur von den Adligen und dass sie im Kriegsfall für ihn kämpften. Einen auf diese Art dem König verpflichteten Adligen nannte man 'Vasall'. Die Adligen wollten und konnten dieses Land aber auch nicht selber bearbeiten und vergaben das meiste davon an Bauern.

Die Bauern durften auf dem Land ihr Getreide anbauen, mussten aber einen Teil ihrer Ernte an den Adligen abgeben. Zusätzlich dazu hatten sie noch Frondienst auf dem Land zu leisten, das der Adlige behalten hatte. Das heißt, an bestimmten Tagen hatten sie auf Feldern zu arbeiten, die ihnen nicht gehörten und von deren Ernte sie auch nichts bekamen. Im Gegenzug dazu versprach der Adlige den Bauern Schutz, z.B. vor Räubern.

Frankfurt

Die Wahlen zum König des Heiligen Römischen Reiches fanden ab jetzt immer in Frankfurt (Main) statt.

Friedrich der Große

Preußischer König und Kurfürst von Brandenburg

Fundamentalvorgang

grundlegender Vorgang

Formierung

Entstehung

Furie

Bezeichnung aus dem Römischen Reich. Furie war der Ausdruck der Römer für eine (weibliche) Gestalt der Raserei. Die Griechen nannten sie Erinnyen und verstanden darunter Rachegöttinen, die im Zorn unaufhörlich der Vergeltung nachjagten.

Fresko

Ein Fresko ist eine Wandmalerei. Fresken gelten als die älteste Form menschlicher Kunstwerke. Schon 15.000 Jahre v. Chr. malten Menschen auf Höhlenwände. In der Antike und im Mittelalter wurden vor allem die Innenwände von Gebäuden bemalt.

Fakultät

einzelnes Fachgebiet einer Universität (z.B. Medizin, Theologie oder Philosophie)

Flachs

Auch Leinen genannt. Eine Pflanze, deren verarbeitete Stengel Fasern zur Herstellung von Textilien lieferten.

Feudalherr

Der Herr über Lehen. Das Wort 'feudal' (von lat. 'feudum') bezeichnet alle Beziehungen zwischen den Mitgliedern der Lehensgemeinschaft. Es drückt zugleich das Herrschaftsverhältnis der Adligen über die Bauern aus.

Flämische Bewegung

Die Flämische Bewegung entstand im 19. Jahrhundert als Reaktion auf die (französische) Einsprachigkeit der belgischen Verwaltung. Erste Proteste erhoben Künstler und Literaten wie Hendrik Conscience, Albrecht Rodenbach oder Guido Gezell.

Föderalistische Parteien

Parteien, die sich für eine bundesstaatliche Umgestaltung Belgiens einsetzten, waren für Flandern die Volksunie (1954-2001) und die N-VA (seit 2001), für die Wallonie das Rassemblement Wallon (1968-1985), für Brüssel die Fédéralistes démocrates francophones (seit 1964) und für die heutige Deutschsprachige Gemeinschaft die Partei der deutschsprachigen Belgier (1971-2008) und ihre Nachfolgebewegung Pro-DG (seit 2008).

Fossilienfunde

ausgegrabene Reste von früherem Leben auf der Erde

Furt

Hier siehst du eine Furt der Lachte in Steinhorst, Niedersachsen.

Eine Furt ist eine flache Stelle in einem Fluss. An solchen Furten ist es für Menschen und Tiere möglich, den Fluss zu durchwaten. Gab es keine Brücke und hatte man kein Boot, waren Furten die einzigen Stellen, an denen man Flüsse durchqueren konnte.

Frondienst

Bauern, die von einem Adligen abhängig waren (d.h. Bauern, die kein eigenes Land besaßen), mussten regelmäßig auf den Feldern des Adligen arbeiten. Diese Arbeit nannte man Frondienst. Von den Früchten dieser Arbeit erhielten die Bauern nichts. 

Foederaten (lat. foederati)

Foederati waren Gruppen von Nichtrömern, mit denen die Römer einen Vertrag (foedus) abschlossen. In Germanien und Gallien kämpften sie unter ihren eigenen Anführern für die Römer und bekamen als Gegenleistung Land auf römischem Herrschatfsgebiet oder auch Nahrungsmittel oder Nutztiere. Je schwächer das Weströmische Reich wurde, umso stärker wurden die Foederati.